Was ist eigentlich Wein?

Was wird als Wein definiert?
Wein (vom Lateinischen ‚Vinum‘) ist ein aus Trauben hergestelltes, alkoholisches Getränk, in der Regel Vitis Vinifera. Wein wird ohne Zusatz von Zucker, Säuren, Enzymen oder Wasser fermentiert.

Hefe setzt den Zucker in Trauben in Ethanol und Kohlendioxid um. Verschiedene Rebsorten und Hefestämme produzieren verschiedene Weinarten. Diese Variationen resultieren aus den komplexen Wechselwirkungen zwischen dem biochemischen Zustand der Traube, den Reaktionen bei der Fermentation, dem Terroir, und dem Prozess der Weinproduktion.

Einige Länder erlassen gesetzliche Vorgaben, sogenannte Appellationen, die die Weinarten und -qualitäten entsprechend definieren sollen. Diese regulieren entsprechend die geografische Herkunft der Trauben und erlauben bestimmte Rebsorten sowie andere Aspekte der Weinproduktion. Weine, die nicht aus Trauben hergestellt werden, gelten z.B. als Reiswein oder Fruchtweine wie Pflaume, Kirsche, Granatapfel und Holunder.

Herkunft des Weines
Wein wird seit Tausenden von Jahren produziert. Die frühesten bekannten Nachweise von Wein stammen aus Georgien (ca. 6.000 v. Chr.), dem Iran (ca. 5.000 v. Chr.) und Sizilien (ca. 4.000 v. Chr.), obwohl ein ähnliches alkoholisches Getränk schon früher in China konsumiert wurde (ca. 7.000 v. Chr.). Das älteste bekannte Weingut ist das 6.100 Jahre alte Weingut Areni-1 in Armenien. Der Wein erreichte den Balkan um 4.500 v. Chr. und wurde im antiken Griechenland, Thrakien und Rom genossen und zelebriert. Im Laufe der Geschichte wurde Wein schon lange wegen seiner berauschenden Wirkung verzehrt.

Der Geist des Weines
Der Wein spielt schon lange in der Religion eine wichtige Rolle. Rotwein wurde von den alten Ägyptern mit Blut assoziiert und wurde sowohl vom griechischen Dionysoskult als auch von den Römern in ihren Bacchanalien verwendet. Das Judentum bezieht es auch in den Kiddusch und das Christentum in der Eucharistie mit ein.